Jobs beim Radio

and how to get them.

Teil 2: Im Interview mit Christina Breuß-Vaterl

Wie ich bereits im ersten Teil meines Berichts erwähnt habe, habe ich bezüglich Praktika beim Radio und wie man diese bekommt nochmal etwas genauer nachgehakt. Beim Gespräch mit Manuel Gärtner wurde mir klar, wie schwer es eigentlich ist, diesen Job als Moderator tatsächlich ausüben zu können. Die erste Hürde die jeder angehende Sprecher meistern muss, ist die Hürde sich einen Praktikumsplatz zu sichern. Christina Breuß-Vaterl, Geschäftsführerin bei Radio Soundportal, war so nett mir diesbezüglich einige Fragen zu beantworten.

Die Auswahl an Hörfunk-Sendern in der Steiermark ist ja ziemlich überschaubar, möchte man also unbedingt einen der begehrten aber begrenzten Praktikumsplätze bekommen, muss man sich für seine Bewerbung schon etwas ins Zeug legen. Oft seien dabei einige etwas „zu übereifrig“, wie Christina Breuß-Vaterl im Interview berichtet. Mit „zu übereifrig“ ist gemeint, dass viele bei ihren Bewerbungen etwas zu offensichtlich veranschaulichen, dass es sich hierbei nur um eine weitere Massenwurfsendung handelt. So kommt es des Öfteren vor, dass Bewerber schon in ihrem Anschreiben den falschen Sendernamen eintragen, oder sofern dieses richtig ist, vergessen den Sendernamen im fortlaufenden Text zu ändern. Schlampigkeitsfehler, die bei angehenden Praktikanten gar nicht gut rüberkommen. Wieder andere meinen, durch überzogene Fotos oder besonders geistreiche Begrüßungen ins Auge stechen zu können und übersehen hierbei, dass auch ein “alternativeres” Sendeformat wie Soundportal es zu schätzen weiß, wenn ihre Praktikanten durch Können und Seriosität hervorstechen. “Können” verdeutlicht man laut Christina Breuß-Vaterl aber bitte nicht mittels einer Flut an Zeugnissen oder etwa dem Nachweis, dass man berechtigt ist, ein Fahrzeug zu lenken. Ein Lebenslauf und die wichtigsten Zeugnisse reichen fürs Erste vollkommen aus, vorzugsweise per E-Mail mit einem korrekten Betreff.

Generell wird von einem angehenden Moderator erwartet, dass er über eine gute Allgemeinbildung verfügt und sich für lokal- sowie nationalpolitische Themen interessiert. Außerdem muss sich ein Praktikant auf das Sendeformat des Senders einstellen können, dass bedeutet bei einem Sender wie Soundportal, dass nicht nur der Bezug zum musikalischen Format, sondern auch das Verständnis für deren Events wichtig ist. Praktikanten sollten weiters äußerst belastbar sein, auf Pressekonferenzen gilt es häufig notfalls auch mittels Ellbogentechnik zu den gewünschten Antworten zu kommen. Und da man nie vorhersehen kann, wann das nächste Unglück eintrifft, kann es schon mal passieren dass man äußerst spontan zum Interview gebeten wird. Viele vergessen, dass es beim Radio keinen Redaktionsschluss gibt, Radio passiert ständig, rund um die Uhr, geregelte Arbeitszeiten sowie Feiertage sucht man hier vergebens. Laut Christina Breuß-Vaterl behaupten viele schon in ihren Bewerbungen sie wären begnadete Moderatoren, allerdings sind es nur sehr wenige, die tatsächlich über die benötigten Allrounder-Fähigkeiten verfügen. So sind es etwa 90% die von dieser Berufswahl freiwillig abspringen und einige wenige die zum “Absprung” gebeten werden. Die Wenigen die übrig bleiben, bleiben häufig über Monate oder sogar Jahre beim Sender und werden nach einiger Zeit geringfügig oder auf Teil- oder Vollzeitbasis angestellt.

Weitere wichtige Infos: Bewerbungen für Praktika in der Ferienzeit sollten mindestens 6 Monate vorher rausgehen. Soundportal etwa, bietet erst ab Oktober wieder freie Plätze an. Praktika dauern mindestens 4 Wochen. Bei Soundportal starten jeden ersten Montag im Monat 6 neue Praktikanten.

<<Hier geht´s zum ersten Teil>>

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