Zu Besuch bei der Künstlerin Alexandra Zsolnai

Unweit der Grazer Annenstraße, in einer schmalen Seitengasse, liegt die Dreizimmer-Wohnung von Alexandra Zsolnai und Balázs Poór. Die beiden haben sich dort seit November 2015 ihre eigene kleine Oase geschaffen. Sobald man die Wohnung betritt, wird man von ihrem stilvollen Sammelsurium aus Vintage-Möbeln, ihren selbstentworfenen Kunstwerken und den farbenfrohen Dekoartikeln überwältigt. Gleich im Eingangsbereich etwa, begrüßt einen eine ansprechende Auswahl von Alexandras Bildern und Siebdrucken. Vom Flur aus betritt man die geräumige Essküche, die durch die großzügigen Flügeltüren, einen Blick auf das riesige Wohnzimmer mit Stuckdecke gewährt. In der Küche findet man einen Mix aus modernem Industriedesign und Möbeln vom Flohmarkt oder aus dem Internet. Die Kochinsel wurde sogar eigens in Ungarn angefertigt. Man merkt einfach gleich: Hier sind zwei Ästheten am Werk. Kein Wunder, immerhin wird der Altbau von einem Künstlerpärchen bewohnt. Alexandra – kurz Candi – lernte ich vor Monaten auf dem Grazer Feschmarkt kennen. Dort stellte sie, gemeinsam mit dem Illustrator Philipp Strohmeier, Drucke und Gemälde aus. Schon damals hat mich ihr Können und ihre offene Art beeindruckt. Beim Besuch in ihrem Heim, wurde ich dann auch noch von ihrem talentiertem Lebensgefährten Balázs – kurz Balu – empfangen. Dieser widmet sich seit einigen Jahren fast ausschließlich dem Thema Film. Eine kleine Kostprobe davon findet sich auch hier im Beitrag. Denn während ich mich mit der Künstlerin über ihren Werdegang unterhielt, war Balu so nett uns mit seiner Kamera zu verewigen…beitrag04beitrag7

Die 26-jährige wurde in Szombathely geboren. Dort besuchte sie eine Fachschule für Musik und Bildende Kunst und ließ sich später zur Textil Designerin ausbilden. Mit 21 hatte sie sich sogar einmal dazu entschlossen ihr Studium auf Eis zu legen und für ein Jahr als Au-pair-Mädchen nach Deutschland zu gehen. Erst danach studierte sie in Ungarn weiter. Anschließend absolvierte sie die Aufnahmeprüfung an der Moholy-Nagy-Universität für Kunsthandwerk und Gestaltung in Budapest. Diese hatte sie zwar bestanden, doch fehlten ihr die finanziellen Mittel sich dieses Studium auch leisten zu können. Die darauffolgenden Jahre verschrieb sie sich ganz der Arbeit als Kellnerin. In dieser Zeit fehlte ihr jegliche Muse, meint sie heute. Damals lernte sie auch ihren Ex-Freund kennen, der in Graz als Küchenchef arbeitete. Der Liebe wegen entschied sie sich, ihr Glück in Österreich zu suchen. Bei ihrer neuen Stelle als Kellnerin, lernte sie den heute 37-jährigen Balu kennen. Damals waren sie noch Arbeitgeber und Angestellte, heute sind sie als Liebespaar ein eingeschweißtes Team…

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Kennengelernt haben sich die beiden, obwohl sie beide aus Ungarn stammen, in Österreich. Vor einigen Jahren betrieb Balu ein Kaffeehaus in einem Shopping Center. Alexandra kam damals der Liebe wegen nach Österreich und jobbte dort als Kellnerin. Dass sie die Liebe irgendwann zusammenführen würde, ahnten sie anfangs noch nicht…

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Beim Einrichten beweisen die beiden echtes Teamwork. Mit viel Liebe zum Detail haben sie sich im Herzen von Graz ihren persönlichen Wohntraum erfüllt. Gemeinsam stöbern sie im Internet oder auf Flohmärkten nach neuen Schätzen. Wenn etwas restauriert werden muss, legt Candy selbst Hand an…

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2014 besuchte Alexandra an der Grazer Ortweinschule die Meisterklasse für Malerei. 2016 erhielt sie dafür ihr Diplom. Außerdem nahm sie dieses Jahr an einer Austellung der Galerie Blaues Atelier in Graz teil: ,, legyél valaki más“ (,,seid anders“ / My freak show): Sie entwickelte eine Kurzgeschichte, anhand derer eine Fotoserie und Malereien zum Thema „Maskierung – die Identität hinter der Fassade“ entstanden…

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Heute jobbt das Paar gemeinsam im Blendend. Hauptberuflich sehen sie sich aber beide als Künstler. Balu zum Beispiel setzt gerade ein neues Projekt für ein Diner um. Candy ist gerade mit einer Auftragsarbeit für ein neues Logo beschäftigt. Irgendwann träumt sie allerdings von ihrem eigenen Laden in dem sie ihre Kunst mit ausgewählten Möbeln und Dekoartikeln anbieten möchte. Das ihr beides im Blut liegt, weiß ich spätestens seit meinem Besuch in ihren vier Wänden…

Und hier gibt´s nun das Video…

GRAZERMADL-Candi Zsolnai from Poorpictures on Vimeo.


KONTAKT:

.

http://candyzsolnai.webnode.hu/

Atelier x Galerie

+43 664 7610744

azsolnai9007@gmail.com

 

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